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Aktuelles

Petition für Kinder- und Jugendbeauftragte

Die Deutsche Akademie für Kinder- und Jugendmedizin e.V. (DAKJ), in der auch die Deutsche Gesellschaft für Kinderchirurgie (DGKCH) Mitglied ist, hat eine Petition gestartet, mit der der Deutsche Bundestag aufgefordert wird, einen Kinder- und Jugendbeauftragten im Deutschen Bundestag einzusetzen.

Der Vorstand der DGKCH und die Kinderchirurgen der Universitätsmedizin Rostock unterstützen diese Petition ausdrücklich, denn Beispiele für Kinderrechtsverletzungen gibt es viele. So ist gute Bildung in Deutschland von Anfang an abhängig vom Sozialstatus der Eltern. Auch die Gesundheit der in Deutschland lebenden Kinder und Jugendlichen hängt maßgeblich vom Sozialstatus ihrer Eltern ab. Flüchtlingskinder und Kinder ohne Papiere haben einen eingeschränkten Zugang zu Bildung und medizinischer Versorgung, obwohl sie laut UN-Kinderrechtskonvention das Recht auf die „bestmögliche gesundheitliche Versorgung“ (Art. 24) und auf Bildung (Art. 28) haben.

Wir bitten alle Besucher dieser Seite, diese Petition durch Sammeln von Unterschriften zu unterstützen, um die Rechte der Kinder und Jugendlichen in unserem Land zu stärken.

Hier finden Sie die Online-Version der Petition.
Direkt zur Petition gelangen Sie hier.


Resolution zum Erhalt der Kinderkrankenpflege

Auf der Plenartagung des Verbands Leitender Kinder- und Jugendärzte und Kinderchirurgen Deutschlands (VLKKD) in Berlin wurde einstimmig beschlossen: „Die Kinderkranken- und –gesundheitspflege in der Erstausbildung muss erhalten bleiben, um eine kindgerechte und qualitativ hochwertige Pflege von kranken Kindern im Krankenhaus zu gewährleisten“.Die Bundesregierung plant, ab 2016 die Alten-, Kranken- und Kinderkrankenpflege in einer generalistischen Ausbildung zusammenzulegen. Eine Generalisierung der Pflege ignoriert die besondere und verletzliche Situation des kranken Kindes. Schwer kranke oder chronisch kranke Kinder werden die Verlierer einer Reform sein, die in erster Linie den Personalmangel in der Altenpflege bewältigen soll.Gemeinsam haben Verbände und Organisationen der Eltern-Selbsthilfe und der Kinder- und Jugendmedizin einen Aufruf verfasst, der die Interessen des kranken Kindes ins Zentrum rückt. Alle befürchten einen deutlichen Qualitätsverlust, sollten die Reformpläne tatsächlich umgesetzt werden.„Wer einmal erlebt hat, mit welcher Expertise und mit welchem Einfühlungsvermögen ein Frühgeborenes mit 500 Gramm Geburtsgewicht von einer erfahrenen Kinderkrankenschwester betreut wird, welches große Fachwissen hier vorhanden ist und mit welch hohen Anforderungen die fachgerechte spezifische Pflege schwerkranker Kinder verbunden ist, kann sich über diese Reform, die die Kinderkrankenpflege abschaffen will, nur wundern“, kritisiert Prof. Dr. Gernot Sinnecker, Präsident des Verbands Leitender Kinder- und Jugendärzte und Kinderchirurgen Deutschlands (VLKKD) die Pläne der Bundesregierung.Ob Frühgeborenes, schwerkranker Säugling, Kleinkind oder pubertierender Jugendlicher mit Gesundheitsproblemen - ohne die über mehrere Jahre fachspezifisch geschulten Kinderkrankenpfleger verliert das kranke Kind immens wichtige Partner für seine Genesung und Betreuung.Die Chefärzte von Kinder- und Jugendkliniken und Kinderchirurgischen Kliniken in Deutschland werden sich weiterhin bei Politikern auf Landes- und auf Bundesebene dafür einsetzen, dass bei den Gesetzes- und Reformplänen im Gesundheitsbereich die spezifischen Bedürfnisse von Kindern im Krankenhaus berücksichtigt werden. Die Pläne zur Pflegeausbildungs-Reform ignorieren stillschweigend ein Grundrecht für Kinder: Das Recht auf altersgerechte und qualitativ hochwertige Pflege im Krankenhaus durch speziell geschultes Pflegepersonal, die Kinderkranken- und Gesundheitspflege.

Für die Abt. Kinderchirurgie

Prof. Dr. med. Gerhard Stuhldreier
Leiter der Abteilung